Todesschatten. Schneeflocken. Gefrorenes Leben. … Gedankenversunken lief Peter durch den Wald. Ein gelegentliches Knarren der Kiefernstämme durchdrang die Stille. Die Melodie einer langen Winternacht. Unter seinen schwerfälligen Schritten knirschte der gefrorene Schnee. Es waren die Schritte eines alten Mannes am Ende seines Lebens. Dennoch sollte morgen erst Peters dreißigster Geburtstag sein.
Sieben Stunden war es jetzt her. Sieben Stunden waren vergangen, seit er Vater, Mutter und Schwester begraben musste. Kein Unfall, keine Krankheit. Getötet durch einen Irren! Noch nicht einmal 21 Jahre wurde seine Schwester alt. Ein Ast, mehr ein Bruchstück, lag Peter im Weg. Er hob das Stück Ast auf und reckte es drohend in den Himmel. „Mein Gott“, rief er. „Mein Gott! Keine 21 hast du sie werden lassen.“ Voller Wut schlug er mit dem Ast auf den nächstliegenden Baum ein. „Wie konntest du das zulassen? Warum bist du so herzlos?“
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